Ich bestelle mein zweites Produkt! – 5 Dinge, die ich beim zweiten Amazon Produkt anders mache

Zweites Produkt

Es ist in zwei Wochen soweit! Ich werde mein zweites Amazon Produkt bestellen. Da ich auf dieser Webseite ja absolut transparent mit auch sein möchte, will ich mit auf die Reise nehmen. Ich habe durch den Verkauf meines ersten Produkt sehr viel gelernt und es gibt einige Punkte, die ich bei meinem zweiten Produkt auf jeden Fall anders machen werde. Heute zähle ich euch die fünf wichtigsten Punkt auf.

Diesen Artikel gibt es auch in Videoform:

1. Mehr Einheiten bestellen

Bei meinem ersten Amazon FBA Produkt habe ich lediglich 204 Einheiten in meiner ersten Bestellung bestellt, was zur Folge hatte, dass ich nach einem Giveaway über Viral Launch und guten Verkäufen in der Vorweihnachtszeit sehr schnell „out of stock“ war. Da Amazon die Einnahmen ja immer 2 Wochen zurückhält, um eventuelle Retouren wieder auszugleichen, hatte ich also mein Kapital nicht schnell genug wieder auf dem Konto, um neue Ware zu bestellen.

Bei meinem zweiten Produkt werde ich also direkt 500 Einheiten bestellen, um mehr Spielraum und Flexibilität zu haben. Dadurch bekomme ich natürlich auch einen günstigeren Stückpreis.

2. Markennamen genau prüfen

Diesen Punkt habe ich bei meinem ersten Produkt natürlich auch schon durchgeführt, ich habe jedoch eine Sache vergessen.

Ich habe in der Datenbank der DPMA geschaut, ob mein Markenname schon registriert ist – war er nicht.

Ich habe in der US-amerikanischen Markenbehörde geschaut, ob es meinen Markennamen bereits gibt – es gab ihn nicht.

Aber was habe ich vergessen? Meinen Markennamen einfach mal bei Amazon einzugeben und zu schauen, ob es nicht eventuell eine nicht registrierte Marke gibt, die bereits gut verkauft. Und eine solche Marke gab es. Die Konsequenz ist also, dass es meinen Markennamen bereits gibt (nicht registriert) in einer anderen Nische und man mich auf Amazon nicht unter meinem Markennamen auffindet, da mein „Konkurrent“ viel stärker auf Amazon positioniert ist.

Damit so etwas nicht nochmal passiert, habe ich in weiser Voraussicht für mein zweites Produkt den „Amazon-Check“ durchgeführt 😉

3. FOB statt DDP

Was bedeutet FOB und DDP? Das sind international festgelegte „Incoterms“ (International Commercial Terms). Im Endeffekt beschreiben Sie, bis zu welchem Punkt der Absender für den Versand der Ware zuständig ist und ab wann im Umkehrschluss der Empfänger für die Ware zuständig ist.

Beim Incoterm DDP (Delivered, Duty Paid) übernimmt der Absender (d.h. der Hersteller in China) alle Arbeit, d.h. er kümmert sich darum, dass die Ware zum Hafen kommt, dass die Ware versichert wird, um den Zoll, etc. Als Amazon Seller zahlt ihr dafür einen fixen Betrag und habt keinen Stress. Klingt gut, oder? Hier gibt es leider einen kleinen Fallstrick und der wird relevant, wenn euer Unternehmen in eine Betriebsprüfung vom Finanzamt gerät.

Bei einer Betriebsprüfung müsst ihr nachweisen können, dass ihr die Ware ordentlich in die EU importiert habt, sie ordentlich verzollt habt und Einfuhrumsatzsteuer gezahlt habt. Wenn ihr DDP gewählt habt, habt ihr das Problem, dass ihr nicht im Besitz der Dokumente seid, die das nachweisen. Euer Hersteller hat ja alles geregelt. Noch schlimmer ist es, wenn nicht euer Hersteller den Import geregelt hat, sondern die von ihm beauftragte Spedition. Neben diesem Problem gibt es noch einige weitere, die sich auftun, aber dazu in einem anderen Artikel mehr.

Um für die Zukunft steuerrechtlich auf Nummer Sicher zu gehen, wähle ich den Incoterm FOB (Free on Board). Bei dieser Variante ist der Hersteller dafür zuständig, die Ware von der Fabrik bis zum Hafen in China zu befördern und ab dort bin ich dafür zuständig. Das heißt, ich bin für den Schiffstransport, die Versicherung, die Verzollung, die Einfuhrumsatzsteuer, etc. zuständig. Ich bin im Nachgang auch Herr aller Dokumente, die genau das nachweisen.

Zu diesem ganzen Thema mache ich bei Gelegenheit mal einen separaten Artikel.

4. Nicht nur eine automatische PPC-Kampagne

Zu Beginn meiner FBA Karriere habe ich auf Amazon PPC Werbung in Form einer automatischen Kampagne geschaltet. Das heißt, Amazon wählt selbst die Keywords aus, für die mein Produkt als gesponsertes Produkt angezeigt wird und ich habe keinen Stress. Problem ist nur, dass diese Kampagne sehr hohe Kosten verursacht hat, da ich viele Klicks für Keywords generiert habe, die nichts mit meinem Produkt zu tun hatten.

Ich werde also beim zweiten Produkt direkt gute manuelle Kampagnen aufsetzen und somit die Kosten von Anfang an niedrig und die Conversion hoch halten.

5. Individuelle Verpackung

Mein erstes Produkt habe ich nur in einer Art und Weise individualisiert: Ich habe mein Logo eingravieren lassen. Das ist auch das mindeste, was ein jeder Seller tun sollte. Für mein zweites Produkt möchte ich jedoch einen Schritt weiter gehen und eine sehr hochwertige Verpackung designen. Während mein erstes Produkt einfach in einer weißen Pappbox geliefert wurde (ja, das funktioniert auch!), möchte ich, dass mein zweites Produkt ein richtiges „Erlebnis“ bietet. Der Kunde soll schon beim Anblick der Verpackung merken, dass er ein hochwertiges Produkt gekauft hat.

Dafür werde ich online über die Plattform www.fiverr.com einen Designer beauftragen, mir ein Design zu erstellen.


So, das waren die 5 Punkte, die ich bei meinem zweiten Produkt verbessern werde. Ich hoffe, dieser Einblick hat dir geholfen und du konntest ein paar coole Ideen mitnehmen. Ich würde mich freuen, wenn du den Artikel teilst, wenn er dir gefallen hat.

Wir sehen uns hoffentlich bald wieder 😉

Dein Tom

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